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  • Celia Kim

Die Liebenden von der Piazza Oberdan

Aktualisiert: 28. Sept. 2020

Christian Klinger, Picus Verlag Wien



Der Titel "die Liebenden von der Piazza Oberdan" lässt ja eigentlich auf eine Liebesgeschichte schliessen und eine Liebesgeschichte gibt es auch, sogar zwei und doch ist dieses Buch so viel mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es geht um die Familie Robusti, die in Triest (dem heutigen Trieste) lebt und als Familie zwei Kriege miterleben muss. Interessant ist die Kapitelgestaltung, mit einer Art count down zum ersten Kapitel. es beginnt mit der Gefangenschaft von Pino, der offensichtlich von der SS gefangengenommen, nun seinem Schicksal im Gefängnis entgegen sieht. Dann beginnen die Kapitel und haben Jahreszahlen, aber eben auch einen count down zum ersten Kapitel. Wir haben Teil am Leben von Pinos Vater, wie dieser im 1. Weltkrieg für Italien kämpft, wie er seine grosse Liebe kennenlernt und seine Frau und natürlich hat der Leser Teil am Leben von Pino. Hierbei wechselt der Autor jedoch zwischen den Zeiten, innerhalb der Familienchronik immer wieder hin und her. Das tolle an diesem Buch ist, dass der Leser sehr viel über die Geschichte der Stadt und die Rolle Italiens in beiden Weltkriegen erfährt, dabei jedoch nie langweilig oder schwer ist, trotz des Themas. Besonders hat mir das Ende gefallen, weil dann der Count down wirklich runter zählt und dadurch eine schöne Spannung und Beklemmung aufgebaut wird, die die Situation für Pino im Gefängnis fühlbar macht.


Das der Autor Christian Klinger in Trieste einen Wohnsitz hat, merkt der Leser schnell anhand der malerischen Beschreibung der Orte und der liebevollen Details. Dass sich am Ende des Buches hrausstellt, dass es Pino Robusti tatsächlich gegeben hat, macht das Buch für mich um so schöner, auch wenn vieles vom Autor frei erfunden wurde.


Ich habe dieses Buch sehr genossen, war sehr positiv überrascht und habe es als sehr kurzweilig empfunden und das bei einem nicht leichten Thema.

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