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  • Celia Kim

Die Krieger

Martin Maurer, Dumont Verlag


Das Cover finde ich sehr schön, passt aber nicht so wirklich zum Buch, da hätte man eher was in Richtung Dan Brown nehmen sollen.


Das Buch die Krieger ist für mich ein unerwartetes Highlight!

Nick Marzek ist Kriminalkommissar bei der Münchner Kripo. Gleich zu Anfang wird einem klar, dass er zwar schon seit einem Jahr in München ist, dass er sich jedoch noch immer nicht so recht eingewöhnt hat. Er kommt aus Berlin wo er kurz vor dem Untergang stand und nur durch seine Freund Aki, der in München sein Vorgesetzter ist, gerettet wurde, indem dieser seine Versetzung veranlasste.

Bereits auf den ersten Seiten wird Nick zu einem Mord gerufen, der im Rotlichtmilieu um den Münchner Bahnhof, geschehen ist. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf Vanessa eine Prostituierte die ihn auf ihren verschwundenen Freund aufmerksam macht, wodurch Nick Ermittlungen gegen einen Zuhälterboss beginnt, da er zunächst den Verdacht hat, dass zwei Zuhälter um ein Gebiet streiten. Bei diesen Ermittlungen wird das Bordell in dem Nick sich grade befindet angezündet und es kommt zu einem Inferno das viele Opfer fordert. Was nun nach einem ausgewachsenen Revierkampf aussieht, wird plötzlich durch ein Bekennerschreiben in eine ganz andere Richtung gelenkt.

Und jetzt beginnt die eigentliche Geschichte.

Eine fassettenreiche und wunderbar beschriebene Ermittlung beginnt, die so spannend und verwirrend zugleich ist, dass ich eine Seite nach der anderen verschlungen habe. Der Weg führt Nick nach Italien und begleitet wird er von einer ganz wunderbaren, aber überraschenden Italienerin, die ihm zunächst nur als Dolmetscherin zur Seite gestellt ist, sich jedoch zu viel mehr entwickelt. Genau wie auch der Fall ist sie nicht was man auf den ersten Blick denkt und so entwicklet sich eine wirkich gute Kriminalgeschichte, bei deren Lektüre ich ganz vergessen habe, dass es sich um einen wahren Fall handelt. Das erscheint mir auch jetzt noch, auf Grund der unglaublichen Details und Entwicklungen, ganz aussergewöhnlich.

Besonders gefallen hat mir die Sprache, die finesse mit der der Autor schreibt. Der Stil ist toll und auch wirklich der Wortwitz und die Wortwahl, ganz ungewöhnlich für einen Krimi und doch so passend.

Ich kann das Buch nur empfehlen!

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