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  • Celia Kim

Der Tintenfischer

Wolfgang Schorlau, Claudio Caiolo, Verlag KiWi


Das Buch der Tintenfischer begeistert durch einen wirklich interessanten Hauptcharakter und die starke Aktualität.

Ich war doch sehr überrascht, dass die Corona Pandemie bereits in die Geschichte eingearbeitet wurde und gleich auf den ersten Seiten Details, wie ein völlig erschöpfter Hund der an Gassigänger vermietet wurde und so viel zu viel draussen war, in die Geschichte mit eingearbeitet wurde. Überhaupt hat die Pandemie auf den ersten Blick eine zentrale Rolle in den Ermittlungen von Commissario Morello, denn er soll der Corona-Abzockerbande, die in Venedig ihr Unwesen triebt, unschädlich machen. Doch dies ist nur vordergründig die Handlung, dahinter verbirgt sich viel mehr. Gleich zu Anfang will ein junger Nigerianer sich das Leben nehmen und kann von Morello und seiner Partnerin gerettet werden. In den Ermittlungen die sich ergeben stösst Morello auf Verbindungen zur Sizilianischen Mafia, oder bildet er sich das nur ein? Ist er vielleicht so verbissen in den Gedanken den Mördern seiner Frau das Handwerk zu legen, dass er hinter allem die Mafia vermutet und jede noch so kleine Gelegenheit am Schopf ergreift um wieder zurückkehren zu können nach Sizilien, oder hat er tatsächlich ein Näschen für das Aufspüren des Netzes das die Mafia nicht nur in Italien und Europa sondern über die ganze Welt spannt?

Mir hat die Geschichte und die Ermittlungsarbeit sehr gefallen, auch das Auszüge aus tatsächichen Dokumenten genutzt wurden und so das ganze eine starke Realitätsnähe erhält fand ich sehr spannend. Das es sich dabei um den zweiten Band einer Serie um den Commissario Morello handelt hat mich absolut nicht gestört, man bekommt genug Hintergrundinformationen, das man auch beim zweiten Band einsteigen kann.

Eines der Highlights aber sind die Beschreibungen wenn Morello kocht.

Commissario Morello kocht an diversen Stellen im Buch Italienisch und das ist so toll beschrieben, dass ich mich am liebsten dazugesetzt hätte, aber auf jeden Fall Lust bekam das Gericht zu gogglen und dann auch zu kochen. Während ich noch beim lesen darüber nachdenke sehe ich einen kleinen Stern zu einer Anmerkung der ich folge und was sehe ich:“ Alle Rezepte am Ende des Buches“. Na wenn das nicht eine sehr coole Idee ist, dann weiss ich es nicht.

Also noch einmal zum Buch zurück.

Tolle Charaktere, sehr gute und sehr reale und glaubhafte Story, sehr gut geschrieben, einfach ein Klasse Krimi. Ich hole mir auf jeden Fall das erste Buch auch noch!

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